Buch in Arbeit:
"Was willst Du Wem Warum Sagen?" (4WDS)
Achtung: LesePROBEN - noch mit vielen Rechtschreib- und anderen Fehlern
Leseprobe
EINLEITUNG
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Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Alle! *
„Eine Bedienungsanleitung für Sprache? Blödsinn, reden und sprechen können wir doch sowieso!“
Ja, stimmt; natürlich kannst du reden und sprechen. Und meistens klappt das auch ganz gut; du kannst dich mit anderen austauschen, auf andere eingehen, deine Wünsche äußern, dich auch mal streiten, verhandeln, zuhören. Und auch mal eine kleine Rede halten und vielleicht auch eine große. Das alles klappt – im Job, zuhause, im Freundeskreis und auch in neuen Situationen, mit und vor neuen Leuten. Aber manchmal erlebst du Situationen, in denen du dir nicht ganz sicher bist, was du jetzt wem wie sagen willst. Oder sollst. Oder musst. Oder ob du jetzt überhaupt was sagen willst; sollst oder musst. Und, wenn ja, wie. Dann kannst du in diesem Buch lesen, was das Problem ist und welche Möglichkeiten du hast, es zu lösen.
Eine Bedienungsanleitung hilft dir, mehr als nur den Standard zu nutzen und zu schaffen. Das ist in der Technik so, bei Auto, Handy, Waschmaschine – und jetzt eben auch bei deiner Sprache. Und, gleich noch ein Versprechen: Diese Sprach-Bedienungsanleitung ist ganz leicht zu lesen, zu verstehen und anzuwenden.
Wie du siehst/liest, spreche ich dich in diesem Buch direkt an. Später werde ich darauf eingehen, warum ich diese persönliche Ansprache für dieses Buch gewählt habe; für den Moment hier nur der erste Grund:
Meine vier Quellen für diesen Buch-Text
Die Hauptquelle dieses Buch-Textes ist gesprochene Sprache. Meine. Zum einen sind es Video-Mitschnitte aus meinen Seminaren und Trainings. Diese Aufnahmen machen wir, wenn die Teilnehmer üben, also ohnehin vor Kamera und Mikrofon stehen, und wir diese Auftritte danach auswerten. Manchmal aber auch läuft die Kamera mit, wenn ich Inhalte, Wissen, Erkenntnisse noch einmal zusammenfasse – und diese direkte Ansprache in den Video-Mitschnitten habe ich bei der Verschriftlichung des gesprochenen Textes beibehalten.
Die zweite Quelle des Buchtextes sind die Manuskripte meiner Reden, Präsentationen, Podiumsbeiträge und andere Auftritten zum Thema Kommunikation, und auch darin spreche ich fast immer das Publikum direkt an.
Und, natürlich, gibt es noch eine dritte Quelle: Das Wissen schlauer Menschen zum Thema Kommunikation. Das, was ich davon in diesem Buch wiedergebe, gilt als Allgemeinwissen. Ich weise diese Weisheiten deswegen nicht als Zitate aus, aber am Ende des Buches schreibe ich noch, welche dieser schlauen Menschen und deren Bücher ich sehr inspirierend finde.
Und schließlich: Alle Text-Beispiele in diesem Buch stammen von mir. Einige Text-Beispiele habe ich speziell für dieses Buch geschrieben, aber die meisten der Text-Beispiele benutze ich auch in meinen Seminaren, ich habe sie einfach für dieses Buch übernommen.
Das bietet dir dieses Buch
Dieses Buch hilft dir, so zu reden und zu sprechen, dass du damit zufrieden bist. Im Job, zuhause, mit Freunden. Überall. Um dieses Ziel: "besser reden - mehr erreichen" brauchst brauchst du Zeit, ein bisschen Grips, manchmal auch Geduld. Aber: Es ist nicht schwierig, nicht kompliziert - denn ich kenne die Hürden, die sich dir auf diesem Weg in den Weg stellen und habe sie in und mit diesem Buch zwar nicht ganz aus dem Weg geräumt, aber ich habe sie auf normale normale Bordsteinhöhe gebracht...
"Reden lernst du nur durch reden!"
Das ist ein Versprechen. Allerdings knüpfen das Buch und ich dieses Versprechen an eine Voraussetzung: Du musst an deinem Ziel, (endlich…) reden zu lernen, mitarbeiten. Du musst es MACHEN, musst REDEN. Denn du kannst dieses Buch und auch andere, Hunderte von schlauen Büchern lesen, dir auf youtube ebenso viele Do-it-yourself-Videos angucken; es bleibt die Weisheit: Reden lernst du nur durch reden.
"Reden ist einfach!"
Viele Menschen finden es schwierig, gut zu reden. Aber das liegt nicht daran, dass die Handlung „reden“ an sich schwierig ist. Reden ist schwierig, weil wir es nicht explizit gelernt haben; es ist nicht ausdrücklicher Bestandteil unserer Erziehung und Bildung. Reden lernen wir „so nebenbei“. Aber nie gezielt, strukturiert, angeleitet. Und genau das willst und kannst du mit diesem Buch machen.
Das steht in diesem Buch
Aufgebaut habe ich dieses Buch entsprechend der Weisheit „Reden lernst nur durch reden!“. Natürlich schreibe ich auch etwas über Kommunikation an sich und Gespräche und Reden im Besonderen. Aber alles mit dem Ziel, dass du das auch möglichst schnell anwenden kannst.
Das Wissen rund um Kommunikation habe ich auf vier Kapitel verteilt; dazu gibt es ein fünftes Kapitel mit vielen Übungen für dich.
Das, was du hier jetzt gerade liest, ist das Ende der Einleitung. Darin habe ich dir gesagt, worum es in diesem Buch geht, was die Besonderheiten dieses Buches sind und welchen Vorteil und Nutzen dir das bringt.
Im ersten Kapitel nenne und erkläre ich einige Grundregeln der Kommunikation und beschreibe, warum und wie diese Regeln unsere Kommunikation beeinflussen. Ich verenge dann den Fokus auf Alltagskommunikation, auf Gespräche und Reden: im Job, in der Familie, im Freundeskreis; ich nenne die üblichen Abläufe, die häufigsten Fehler und Hürden. Am Ende des ersten Kapitels stelle ich dir die beiden Werkzeuge vor, die ich für meine Kommunikations-Trainings entwickelt habe und dort seit Jahren einsetze: Das Werkzeug „Was willst du wem warum sagen?“ (kurz: WWDWWS) und das Werkzeug „Format-Kommunikation“. Beide Werkzeuge helfen dir, Gespräche und Reden systematisch vorzubereiten, zu führen und zu halten.
Im zweiten Kapitel geht es um Gespräche, also um Dialoge. Nach einer Einführung in die Dialog-Kommunikation stelle ich dir das Werkzeug Format-Kommunikation genauer vor und zeige dir, wie du damit Gespräche vorbereiten und erfolgreich führen kannst. Anschließend gebe ich dir zehn Vorlagen für Alltags-Gespräche. Ich beschreibe die Funktion und die Eigenschaften dieser Gespräche und gebe dann jeweils ein konkretes Beispiel. Mit Hilfe dieser Vorlagen und dem Werkzeug Format-Kommunikation kannst du schnell und sicher eigene Gespräche vorbereiten.
Im dritten Kapitel geht es um Reden, also um Monologe. Auch hier gebe ich dir zunächst eine Einführung in die Monolog-Kommunikation und nenne dabei auch die generellen Hürden bei einem Monolog-Auftritt. Ich stelle dir das Werkzeug „Was willst du wem warum sagen?“ genauer vor, erkläre die Funktion und die Vorteile und gebe dir dann Beispiele, wie du damit eine Rede vorbereitest. Anschließend stelle ich fünf Rede-Anlässe vor, nenne Eigenschaften und Besonderheiten, und mit Hilfe dieser Beispiele, mit den Werkzeugen Format-Kommunikation und WWDWWS kannst du schnell und sicher deine eigenen Reden vorbereiten. Ich gebe dir Tipps für deine Rede; von der Planung bis zum Schluss-Applaus des Publikums.
Im vierten Kapitel geht es darum, wie du dich bei deinen Gesprächen und Reden bewegst, wie du etwas sagst, wie du sprichst, und wie das bei deinem Gesprächspartner (Kapitel 2: Gespräche) und bei deinem Publikum (Kapitel 3: Reden) ankommt. Im Mittelpunkt steht dabei das, was dich wahrscheinlich am meisten vor/bei einem öffentlichen Auftritt beschäftigt und verunsichert: deine Nervosität. Ich zeige dir, warum das so ist, welche Auswirkungen es hat, und dass es nur einen Weg gibt, um weniger nervös zu sein und besser zu werden.
Im fünften Kapitel gehst du diesen Weg: Du redest. Du probierst dich aus und das, was du in den vier Theorie-Kapiteln gelesen und erkannt hast. Dafür habe ich für dich einen genauen Trainingsplan geschrieben. Die Übungen gehen von „einfach“ bis „na ja, schon schwierig“; ich beschreibe und erkläre dir jede einzelne Übung genau, Schritt für Schritt. Und dann – bist du an der Reihe: Du bereitest ein Gespräch, eine kleine Rede vor, du übst diesen Auftritt und nimmst ihn (und dich) dann mit deinem Handy auf. Ich sage dir, worauf du beim Hören achten musst, wenn du dir dieses Gespräch dann anhörst und auswertest.
Und weil ich weiß, dass Lesen, Lernen und Machen ganz schön anstrengend sind, gibt´s zur Erholung und als Belohnung zwischendurch kleine Geschichten rund um das Thema Kommunikation.
Dieses Buch ist eine Bedienungsanleitung – und die meisten Menschen lesen eine Bedienungsanleitung nicht von A bis Z und nicht in „einem Rutsch“ durch. Sie holen die Anleitung erst hervor, wenn und weil sie etwas Spezielles zur Funktion und Bedienung ihrer Technik (Auto, Handy, Waschmaschine) wissen wollen. Die entsprechenden Texte in der Anleitung müssen dann so verständlich sein, dass die Anwender ihr jeweiliges Problem im Umgang mit ihrer Maschine, mit ihrem Gerät, lösen können. Dazu ist es manchmal notwendig, in diesen Abschnitten nicht nur die jeweilig speziellen Infos zu geben, sondern auch auf schon zuvor gegebene Informationen zu verweisen.
Das ist auch in dieser Bedienungsanleitung so. Beispiele: In Kapitel 1 führe ich die Werkzeuge WWDWWS und Format-Kommunikation kurz ein und erkläre sie in Kapitel 2 und 3 genauer; die Begriffe „kausale und finale Kommunikation“ tauchen in allen Kapiteln auf und in Kapitel 5 („Training“) verweise ich oft auf Wissen in den Kapiteln 2 („Gespräche“), 3 (Reden“) und 4 („Die Form deines Auftritts“). Ich habe diese Wiederholungen so knapp wie möglich gehalten, aber eben so lang wie nötig, um den jeweiligen Inhalt zu verstehen. Das Ergebnis: Alle Kapitel und Abschnitte sind in sich verständlich, ohne dass du im Buch hin und her blättern musst. Und die jeweiligen Wiederholungen werden dir ohnehin nur dann auffallen, wenn du dieses Buch, diese Bedienungsanleitung tatsächlich in einem Rutsch liest – wozu ich dich natürlich gern ermuntern möchte.
Glückwunsch zu deinem Entschluss, besser reden und sprechen zu wollen.
Danke, dass du das mit mir machst.
Viel Spaß!
Stefan Korol
* Liebe Leserin, lieber Leser, liebe Sonstige,
ich wertschätze euch alle, respektiere eure individuellen Denk- und Lebensweisen. Ebenso aber respektiere ich Sprache. Sie ist für mich ein historisch gewachsenes Kulturgut; ich tue mich deswegen schwer, mit den momentanen, in meinen Augen umständlichen und deswegen noch nicht optimalen gendergerechten Formulierungen wie: „Leserinnen und Leser“, „Leser/innen“, „Leser*innen“. In all meinen Jobs war und ist es mein Anspruch, eine möglichst einfache Sprache zu lehren und auch selber zu benutzen. Ich verwende in diesem Buch deswegen oft die männliche Form, manchmal die weibliche und manchmal schreibe ich auch das Gender* - und meine damit immer euch alle. Danke für euer Verständnis.
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