Leseprobe 3

Buch in Arbeit:
"Was willst Du Wem Warum Sagen?" (4WDS)

Achtung: LesePROBEN - noch mit vielen Rechtschreib- und anderen Fehlern

 

Leseprobe "Formatkommunikation: Wünsche äußern"

(Formatkommunikation: Ich gebe dir in dem Buch zehn Vorlagen für Gespräche / Gesprächsanlässe. Du kannst dann einfach die für ein anstehendes Gespräch passende Vorlage nehmen, sie mit deinen Inhalten / Sätze füllen, üben - und los geht`s)

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Nicht bis Weihnachten warten. Aber auch nicht sofort.

Wünsche äußern

 

Die Situation: Es gibt kein laufendes Gespräch zu einem Thema, keine Konferenz, dir fällt nicht plötzlich ein, dass du jetzt spontan einen schon länger vorhandenen Wunsch aussprechen willst. Sondern du willst das ohne aktuellen Bezug machen. Gegenüber einer einzelnen Person: Chef, Kollege, Partner, Freund. Bei deinem Wunsch geht es nicht um Alltägliches („Bring´ Brötchen mit“; „Morgen will ich mal ausschlafen“, „Unsere Kantine sollte häufiger vegetarisch kochen“), sondern zum Beispiel im Job um mehr Geld, weniger Arbeit, bessere Arbeitsbedingungen, ein anderes Aufgabengebiet; in der Familie, bei Freunden: „Mehr Zeit für mich“; „Mehr Zeit für uns“, „Kümmere dich mehr um mich.“

 

Auch für Wünsche gilt: Es gibt keine Wahrheit, keine berechtigten oder unberechtigten Wünsche, es gibt nur die eigene Wahrnehmung. Deswegen hältst du deinen Wunsch für berechtigt – aber erwarte nicht, dass dein Wunsch auch bei deinem Gesprächspartner auf offene Ohren stößt – wenn das so wäre, müsstest du jetzt nicht ein spezielles Wünsche-Gespräch vorbereiten.

 

Deswegen darf dein Gesprächs-Ziel nicht lauten: „Ich will, dass mein Wunsch erfüllt wird“. Dieser Wunsch ist naiv, er wird, zumindest in diesem ersten Gespräch nicht in Erfüllung gehen, denn du gehst ja davon aus, dass dein Gesprächspartner deinem Wunsch nicht nachkommen will. Wenn du also „drängelst“, deinen Gesprächspartner mit deinem Wunsch bedrängst, wird er kausal reagieren und „nein“ sagen. Das ist schade, denn sein „nein“ beendet alle weiteren Gespräche über deinen Wunsch – auch dann, wenn sein „nein“ nur eine Reaktion auf deine Ungeduld (kausal) war. Schraube dein Gesprächsziel herunter: „Ich will meinen Wunsch äußern, ohne dass mein Gesprächspartner diesen Wunsch sofort ablehnt.“ Mache von Anfang an deutlich, dass du in und von diesem Gespräch keine Entscheidung über deinen Wunsch erwartest; lass deinem Gesprächspartner Zeit, um über die Vor- und Nachteile deines Wunsches nachzudenken.

Und noch ein häufiger Fehler beim Wünsche-Gespräch, der ebenfalls oft zu einem vorschnellen „nein“ führt: Du „überfällst“ deinen Gesprächspartner mit deinem Wunsch – am falschen Ort, zur falschen Zeit. Klar, dass er (zumindest erst einmal) „nein“ sagt.

 

Wünsche äußern: Beispiel-Format.

 

  1. Passende Gesprächs-Situation
    Ihr braucht Zeit und Ruhe, keine Ablenkungen. Überlege, wann und wo das möglich ist, eventuell musst/kannst du auch eine solche Situation schaffen.
  2. Gesprächs-Einstieg
    Hole deinen Gesprächspartner gedanklich ab, ziehe ihn in das Gespräch mit dir: „Wie war es heute? / Wie geht´s denn so? / Klasse, dass der Termin klappt“…
  3. Gemeinsamkeiten, eigene Leistungen
    Eure Beziehung zueinander, gemeinsame Arbeit und Ziele, dein Einsatz, deine Leistungen, deine Einschätzung, wo ihr gerade miteinander steht.
  4. Den Wunsch, zunächst vorsichtig und noch nicht entschieden, als eine Idee nennen. Sage schon vorweg, dass du selbstverständlich nicht jetzt sofort eine Entscheidung dazu möchtest. Kurz und konkret. Später entscheiden. Auf keinen Fall zum Ausdruck bringen, dass du das schon seit langer Zeit willst – und es jetzt endlich soweit sein soll.
  5. (Vorsichtig) Spontane Gedanken (keine Entscheidung!) des Gegenübers erbitten.
  6. Mögliche Hürden nennen, die gegen deinen Wunsch sprechen. Diese Gegen-Argumente aber am besten erst in einem zweiten Gespräch entkräften; nicht dein Gegenüber mit zu vielen Infos zu deinem Wunsch „zuballern“ und unter Druck setzen. Mögliche Gegen-Argumente: Eventuelle Nachteile für deinen Gesprächspartner oder andere Betroffene. Wenn ihr nicht das erste Mal über deinen Wunsch sprecht: Was waren die bisherigen Gründe, die dagegensprechen? Was hat sich inzwischen geändert?
  7. Termin für spätere Entscheidung vorschlagen, absprechen

Den Termin dann auch einhalten, eventuell den Gesprächspartner vorher noch einmal dran erinnern.

 

 

Wünsche äußern. Beispiel Text:

Hier der Klassiker eines Wünsche-Gesprächs im Job: „Ich will mehr Geld.“

 

  1. Passende Gesprächs-Situation
    Bitte deinen Chef oder seine Sekretärin um einen Termin. Viele Chefs, bzw. deren Sekretärin möchten schon bei der Anfrage ein Stichwort haben, worum es in dem Gespräch gehen soll. Probiere es mit „Ich würde gern mal wissen, wo ich hier in der Abteilung so stehe“ oder „Ich würde gern über meine Perspektiven hier sprechen“.
  2. Gesprächs-Einstieg
    „Herr Chef, vielen Dank, dass dieser Termin geklappt hat, auch noch so kurzfristig. Wir haben ja im Moment mal wieder gut zu tun alle. Ich will mich auch kurz fassen… „
  3. Gemeinsamkeiten, eigene Leistungen
    „Ich habe ja vor kurzem den neuen Kunden für uns an Land gezogen. Und Anfang des Jahres hatten Sie mir den neuen Azubi zugewiesen, ich finde, der hat sich dann auch gut entwickelt. Und diese beiden Erfolge fürs Unternehmen sind ja keine Einzelfälle, ich bin ja schon drei Jahre hier. Und: Ich finde, ich mache einen guten Job.“
  4. Wunsch nennen – aber keine sofortige Reaktion/Entscheidung

„Es würde mich weiter motivieren, wenn Sie, wenn das Unternehmen, meine Arbeit demnächst mit einer Gehaltserhöhung wertschätzen würden – ohne dass ich natürlich jetzt sofort eine Entscheidung von Ihnen erwarte. Wie sind da Ihre Gedanken?

  1. (Vorsichtig) Spontane Gedanken (keine Entscheidung!) des Gegenübers

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  1. Mögliche Hürden nennen und entkräften

„Ich weiß: Die Auftragslage ist momentan schwierig, der Personalmangel macht uns zu schaffen, und natürlich stelle ich meinen Wunsch noch einige Zeit zurück.

  1. Termin für Entscheidung vorschlagen

„Darf ich Sie vielleicht in drei Monaten dazu noch einmal ansprechen? Oder vielleicht kommen Sie ja auch schon früher auf mich zu.“

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