Buch in Arbeit:
"Was willst Du Wem Warum Sagen?" (4WDS)
Achtung: LesePROBEN - noch mit vielen Rechtschreib- und anderen Fehlern
Leseprobe "Grundregeln für die Rede"
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Grundregeln für die Rede
Eine Rede lässt sich wie folgt definieren: Reden sind Situationen, in denen du vorn und/oder im Mittelpunkt stehst und über einen längeren Zeitraum zu anderen redest.
Es gelten folgende, allgemein anerkannte Regeln:
(Auch) eine Rede muss ein definiertes Ziel haben.
Und das musst du vor deiner Rede finden und festlegen. Eine
Beispiel-Liste, welche Ziele das sein können, steht weiter
unten.
Als Redner hast du ein Rede-Monopol
Du hast das Recht zu reden, und das bedeutet unter anderem,
dass dich niemand während deiner Rede unterbrechen darf. Du
musst also nicht mit „Störungen“ von außen rechnen, kannst
deine Rede unabhängig von den Reaktionen anderer planen und
halten. Das solltest du auch tun – denn durch dein Redemonopol,
dein Recht zu reden, gilt eben auch:
Als Redner hast du eine Redepflicht
Solltest du hängenbleiben, deinen Text vergessen, wird niemand
dir weiterhelfen – denn dein Publikum wird sich strikt an seine
Pflicht „Nicht unterbrechen“ halten.
Als Redner hast du die freie Themenwahl.
Es bleibt dir überlassen, was du sagst. Aber auch hier gehen
Recht und Pflicht einher:
Eine Rede muss dem Publikum einen Nutzen bieten
Für welches Thema du dich auch entscheidest, was immer du
sagst: Es muss für das Publikum einen Nutzen haben, wir müssen
am Ende deiner Rede den Eindruck, dass sich unsere investierte
Hör-Zeit in deine Rede gelohnt hat.
Eine Rede muss effizient sein
Familie, Freunde, Kollegen: Privat und persönlich redest du
drauf los. Da ist viel Geschwafel und Geschwätz dabei. Macht
aber nichts. Denn wenn du so spontan, aus dem Bauch heraus
(kausal) redest, kommt es nicht so drauf an; ihr kennt euch
untereinander und keiner erwartet, dass du druckreif sprichst.
Wen deine Sätze nicht interessieren, der hört weg, stellt seine
Ohren auf Durchzug. Bei deiner Rede ist das anders, hier kannst
du nicht einfach drauflosreden und irgendwas daher schwafeln;
hier erwartet dein Publikum Effizienz: Alles, was du sagst,
muss sofort verständlich sein, muss einen erkennbaren Bezug
haben zum Leben deiner Zuhörer, muss fürs Publikum nützlich
sein. Jedes Wort, jede Sekunde zählt. Wenn in einem deiner
Sätze nichts ist, womit deine Zuhörer etwas anfangen können –
geht der Publikums-Daumen gedanklich schon mal nach unten.
Eine Rede musst du vorbereiten
Und der Aufwand dafür geht von „ziemlich wenig“ bis „ganz schön
viel“; von der Begrüßungsrede bei deinem Geburtstag bis zur
60-Minuten Power-Rede im Job.
Als Redner bist du Gastgeber
Nutzen, Effizienz und die damit verbundene Vorbereitung sind
schon eine ganze Menge. Und damit enden ja deine
Redner-Pflichten nicht – verantwortlich bist du für alles drum
herum. Du hast uns zu deiner Rede eingeladen; entweder im
wörtlichen, in jedem Fall aber im übertragenen Sinne. Nun hast
du, wie ein Gastgeber, uns gegenüber, eine allgemeine
Fürsorgepflicht. Kümmere dich um uns, sorge dafür, dass wir
eine angenehme Hör-Zeit haben. Deine Gastgeber-Verantwortung
beginnt damit, dass du deinen nützlichen Inhalt auch für uns
angenehm präsentierst; sie geht über die bei der
Powerpoint-Präsentation durchgebrannte Beamer-Birne und
mögliche störende Zwischenrufe bis hin zum Baulärm aus dem
Nebenraum. Wir schenken dir unsere Anwesenheit und unsere
Hör-Zeit – alles andere ist deine Aufgabe.
So viele Punkte, so viel Verantwortung, so viel Arbeit. Und das sind ja nur und erst die allgemeinen Rede-Regeln. Aber kein Grund, alle möglichen Rede-Anlässe und -Angebote abzulehnen – denn auch bei der Rede helfen dir die schon bekannten Sprach-Werkzeuge Format und WWDWWS; mit beiden Werkzeugen bekommst du deine Rede gut in den Griff.
Für die Gespräche (Kapitel 2) nutzt du vor allem das Werkzeug Format-Gespräch und nur in Ansätzen das Werkzeug WWDWWS. Beide Werkzeuge helfen dir auch bei der Rede – aber in anderer Reihenfolge; bei der Rede nutzt du vor allem das Werkzeug das Werkzeug WWDWWS: „Was willst du wem warum sagen?“
Das WWDWWS-Werkzeug ist eine Anleitung, ist der rote Faden, um deine Reden vorzubereiten. In dieser Frage und in den Antworten, die du darauf finden musst und wirst, stecken alle Punkte, die du für deine Rede kennen und anwenden musst; sowohl in der Planung und Vorbereitung, als auch in der Rede-Situation. Und, Vorteil am Rande: WWDWWS kannst du natürlich auch bei allen „Auftritten“ und Kommunikations-Anlässen nutzen; auch ich habe mit WWDWWS dieses Buch vorbereitet und mich beim Schreiben von den sechs Begriffen und den Antworten darauf leiten lassen.
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