Buch in Arbeit:
"Was willst Du Wem Warum Sagen?" (4WDS)
Achtung: LesePROBEN - noch mit vielen Rechtschreib- und anderen Fehlern
Leseprobe "Finale und kausale Kommunikation"
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(Auch) Kommunikation hat immer ein Ziel
Das WARUM ist der Ursprung und Antrieb allen Handelns. Das ist nichts Neues, denn wir praktizieren es täglich. Neu für dich ist aber vielleicht, dass du jetzt, mit dem Fokus darauf, auch hier oft „kausal“ und „final“ erkennen und voneinander unterscheiden kannst und entsprechend handelst. Ein Beispiel:
Du willst deine Wohnung tapezieren. Warum? Ein Grund kann sein, dass du die jetzige Tapete einfach nicht mehr ausstehen kannst; am liebsten würdest du schon jetzt gleich, ganz spontan, ein paar Quadratmeter davon runterreißen – eine kausale Aktion. Aber dann schaltet sich dein Gehirn ein: „Ja, sofort loslegen und diese blöde Tapete abreißen, das würde bestimmt Spaß machen! Aber du weißt ja noch gar nicht, wann du überhaupt Zeit zum Tapezieren hast. Wenn du jetzt also erste Fetzen von der Wand ziehst, hängen die Reste davon vielleicht noch Monate an der Wand.“ Also – handelst du lieber nicht kausal. Stattdessen überlegst du, wann du Zeit zum Tapezieren hast und machst, wenn es soweit ist, einen Plan – und alles in diesem Plan ist final, ausgerichtet auf das Ziel: „Nächste Woche sollen hier neue Tapeten hängen“: Im Baumarkt Tapeten angucken, sich für eine entscheiden, kaufen, Kleister anrühren, Tapetentisch aufstellen, Tapeten messen und schneiden, Wand einkleistern, Tapete anhalten, Ausrichtung prüfen, Tapete ankleben, glatt bürsten, trocknen lassen. Fertig. Ziel erreicht.
Und nun denk´ an dein letztes Gespräch (Gespräch, vorsätzlich geführt – nicht der belanglose Plausch mit jemandem): Hattest du da auch ein so klares Ziel vor Augen, einen so exakten Ablauf geplant? Hast du deine Worte und Sätze jeweils auf dieses Ziel hin überprüft, das gesamte Gespräch auf dieses Ziel hin ausgerichtet? Wusstest du zu jedem Zeitpunkt des Gesprächs, wo du gerade bezüglich deines Ziels stehst, wie weit du noch von deinem Ziel entfernt und ob du überhaupt noch auf dem richtigen Weg warst?
Nein, natürlich nicht! Sowas macht doch kein Mensch, wäre ja völlig übertrieben, und wir kämen ja zu nichts mehr, wenn wir so viel Zeit in die Planung in das stecken, was wir so den lieben langen Tag von uns geben. Stimmt – nicht so ganz: Nein, bewusst war es dir nicht und klar definieren konntest du es schon gar nicht, aber ein Ziel hattest du in diesem Gespräch. Welches Ziel das war, das kannst und wirst du selbst jetzt im Nachhinein noch erkennen und benennen. Vor dem Gespräch und mittendrin war dir dieses „Warum“ nicht klar. Du hast das Gespräch nicht vorbereitet, sondern es spontan geführt, „aus dem Bauch heraus“. Wenn und solange du kausal kommunizierst, kannst du dein Ziel erreichen. Vielleicht. Mit Glück. Zufällig. Wenn du dich aber nicht auf Glück und Zufall verlassen, sondern sichergehen willst, dass du dein Ziel erreichst, dann musst du final kommunizieren: Du musst deine Kommunikation planen, vorbereiten, übern. Und auch während du kommunizierst musst du immer wieder prüfen, ob das, was du gerade sagst, dich deinem vorher festgelegten Ziel näherbringt.
Okay, klingt kompliziert, ist aber genau das, was du, zum Beispiel, auch beim Tapezieren machst, nur, dass es da ganz automatisch geht: „Ist das die richtige Tapete? Reicht der Kleister? Muss noch grundiert werden? Hängt die Tapete auch gerade?“ Ebenso einfach funktioniert es auch bei und mit deiner Kommunikation – vor allem, wenn du dafür den Titel dieses Buches benutzt:
WAS (Tapezieren: Welche Tapete soll es sein? Farbe, Material, Preis…)
WILLST (Tapezieren: Willst du wirklich eine neue Tapete? Und das auch selber machen?)
DU (Tapezieren: Kannst du das? Schaffst du das? Was du noch nicht kannst: Willst du es lernen, üben?)
WEM (Tapezieren: Welches Zimmer? Was für ein Untergrund: Holz, Putz, alte Tapete?)
WARUM (Tapezieren: „Ich will eine schöne Tapete, will mich in dem Zimmer wohl fühlen“)
SAGEN (Du kannst auch das Drumherum: Handwerken, auf die Leiter klettern, Eimer tragen…)
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„Kausal“ und „Final“ klingen nur auf den ersten Blick neu und kompliziert. Tatsächlich handelst du schon immer danach. Neu ist für dich nur die Erkenntnis, dass du das „kausal/final“-Prinzip auch in deiner Sprache bewusst einsetzen kannst – und, mit ein bisschen Übung, dann ebenso erfolgreich, wie bei allen anderen Dingen, die du „final“ machst. |
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